Stadt Bramsche

Nicht-offener interdisziplinärer Realisierungswettbewerb für Ingenieure und Architekten

„Fuß- und Radwegebrücke“

 

Kurzfassung
Juni 2022

 
Ausloberin

Stadt Bramsche
Hasestraße 11
49565 Bramsche

Ansprechpartner

Wolfgang Tangemann
Abteilungsleiter Planung und Umwelt
Telefon: 05461 83192
E-Mail: Wolfgang.Tangemann@stadt-bramsche.de

Ines Liebsch
Fachbereich Stadtplanung
Telefon: 05461 83173
E-Mail: Ines.Liebsch@stadt-bramsche.de

Wettbewerbsbetreuung

DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Büro Bremen
Am Tabakquartier 60
28197 Bremen

Büro Düsseldorf
Wiesenstraße 21
40549 Düsseldorf

Ansprechpartner:innen

Herr Klaus von Ohlen
Telefon: 0421 / 897699 02
E-Mail: klaus.vonohlen@dsk-gmbh.de

Frau Sandra Schlender
Telefon: 0421 / 897699 12
E-Mail: sandra.schlender@dsk-gmbh.de

 

1   Anlass und Aufgabenstellung

In der Stadt Bramsche sollen im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ das Sanierungs- und Entwicklungsgebiet Bahnhofsumfeld und die nordwestlich der Bahn gelegenen Flächen neu strukturiert und baulich entwickelt werden. Das Plangebiet ist ca. 32 ha groß, erstreckt sich im Wesentlichen zwischen der östlich gelegenen Bahntrasse Osnabrück – Oldenburg (Strecke 1502) und der westlichen Bundesstraße B 68. Im Süden und Südwesten des Plangebiets grenzen überwiegend Wohngebiete an.

Die neue Fuß- und Radwegebrücke soll in diesem Zusammenhang als Entlastungsmaßnahme für den vorhandenen Bahnübergang Grünegräser Weg / Meyerhofstraße fungieren.

Die innerstädtischen Bahnübergänge sind aufgrund ihrer derzeitigen Frequenz als gerade noch verträglich für die Abwicklung des KFZ-Verkehrs im innerstädtischen Verkehrsgefüge anzusehen. Sowohl im Norden wie auch im Süden bestehen kreuzungsfreie Bahnquerungen für den KFZ-Verkehr über die Nordtangente bzw. die B 68, die ausreichende Verbindungsqualität für den KFZ-Verkehr sichern.

Kritisch ist die Situation für die „selbstaktiven“ Verkehrsmittel Rad- und Fußverkehr. Insbesondere für die Nahmobilität im Sinne kurzer Wege gibt es massive Einschränkungen durch die desolate, nicht anforderungsgerechte Infrastruktur im Bereich der vorhandenen Bahnquerungen. Die Probleme werden aufgrund der prognostizierten verstärkten Inanspruchnahme des Fahrrades im Stadtverkehr sowie der Ausweisung neuer Wohnquartiere westlich der Bahn zukünftig noch weiter zunehmen.

Nachholbedarfe für eine angemessene leistungsgerechte Querung bestehen aber bereits heute. Dies betrifft insbesondere

  • den Friesenweg als kreuzungsfreie Bahnunterquerung für den Fußgänger- und Radverkehr
  • sowie den Grünegräser Weg / Meyerhofstraße.

Im Bereich Grünegräser Weg / Friesenweg wäre es erforderlich, eine Unterführung bzw. eine kreuzungsfreie Bahnquerung für Rad- und Fußverkehr im Zuge der geplanten Fahrradstraße in die Örtlichkeit einzubauen, da hier der direkte Anschluss an das örtliche Radvorrangnetz besteht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ist dies dort aber nicht möglich.

Auch die Ertüchtigung des benachbarten Bauwerks Friesenweg mit einer verbesserten Barrierefreiheit ist vorgesehen. Eine Verbreiterung zur Abwicklung des Radverkehrs ist nicht möglich. Zur Verbesserung der subjektiven Sicherheit soll eine verbesserte Beleuchtung und Gestaltung der Tunnelinnenwände erfolgen.

Letztlich können die Ertüchtigungen aber nicht die Bedarfe befriedigen.

Daher soll in Verlängerung der Marienstraße eine zweite entlastende Verbindungsachse in Richtung Bahnhof und Innenstadt hergestellt werden. Ein städtebauliches und verkehrsplanerisches Bestreben liegt darin, Teile des heute auf den vorhandenen Wegen mit starken Behinderungen kämpfenden Rad- und Fußverkehrs auf diese neue Bahnquerung zu verlagern. Städtebaulich ist sie entscheidend für das Zusammenwachsen der Stadtteile westlich der Bahn mit der Kernstadt. Zur Befriedigung der verkehrlichen Bedürfnisse ist daher diese Achse unabdingbar, um den zukünftigen Anforderungen von Verkehr, Städtebau und Klimaschutz zu genügen. Das Radverkehrsnetz sieht vor, eine Vorrangroute zur neuen Brückenquerung zu führen und auf der östlichen Innenstadtseite die Anbindung über die zu ertüchtigende Bahnhofstraße an die Fußgängerzone herzustellen. Insofern ist die neue Bahnquerung unabdingbar zur Behebung der Missstände im Bereich der südlich liegenden vorhandenen Bahnquerungen.

Die Prognose für die Nutzerfrequenz der nordseitigen neuen Bahnquerung liegt schon ohne weitere städtebauliche Entwicklungen bei bis zu 180 Radfahrern und 100 Fußgängern in der Spitzenstunde. Die städtebaulichen Entwicklungen einberechnend erhöht sich dieser Wert weiter. Hinzu kommen die prognostizierten Effekte durch die städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen des Masterplans, die die dargestellte Entwicklung noch weiter intensivieren.

Im Zuge des Brückenbaus sind auch die Neugestaltung der angrenzenden Frei- und Verkehrsflächen Bestandteil des Realisierungswettbewerbs.

Mit dem Verfahren eines Realisierungswettbewerbes sollen auf der Grundlage der Wettbewerbsergebnisse innovative Lösungen für das zu realisierende Brückenbauwerk und die damit verbundenen Frei- und Verkehrsanlagen gefunden werden, die insbesondere den hohen Anforderungen an die Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Dauerhaftigkeit entsprechen.

 

2   Art des Verfahrens

Der Wettbewerb wird als interdisziplinärer nicht-offener Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2013 im Rahmen eines VgV-Verfahrens durchgeführt.

Die Auslobung hat der Architektenkammer Niedersachsen vorgelegen; diese hat die Übereinstimmung mit den Richtlinien bestätigt bzw. den Abweichungen zugestimmt und den Wettbewerb unter der Nummer 215-32-22/08 registriert.

 

3   Zulassungsbereich

Der Zulassungsbereich umfasst die Staaten des europäischen Wirtschaftraumes EWR sowie die Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA.

 

4   Teilnahmevoraussetzungen

Zugelassen sind Bewerbergemeinschaften aus jeweils mindestens einem:r Ingenieur:in, einem:r Architekt:in und einem:r Landschaftsarchitekt:in. Bewerber:innen, die über mehrere der genannten Berufsqualifikationen verfügen, sind ebenso zugelassen.

Nachstehende Anforderungen an die Berufszulassung an natürliche bzw. juristische Personen sind von den Teilnehmenden zu erfüllen:

  • natürliche Personen, die nach den Gesetzen der Länder (in den EWR-Mitgliedsstaaten und in der Schweiz) berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Ingenieur:inArchitekt:in und Landschaftsarchitekt:in zu tragen oder nach den einschlägigen EG-Richtlinien berechtigt sind, in der Bundesrepublik Deutschland als Ingenieur:in für Leistungen gem. § 43, § 51 und § 55 HOAI 2021 und als Architekt:in für Leistungen gem. § 34, §40 und § 47 HOAI 2013 tätig zu werden.
  • juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf einschlägige Planungsleistungen ausgerichtet ist und ein:e bevollmächtigte:r Vertreter:in und der / die Verfasser:in der Planungsleistungen, die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt.

Jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaften muss teilnahmeberechtigt sein. Die Federführung liegt bei dem/der Ingenieur:in.

Mitglieder von Bewerbergemeinschaften sowie Mitarbeiter:innen, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge.

Die Hinzuziehung weiterer Fachplaner ist gestattet. Die Hinzuziehung von Lichtplanern wird dringend empfohlen. Diese Fachplaner unterliegen nicht den Teilnahmebedingungen.

Alle Teilnehmenden haben ihre Teilnahmeberechtigung sorgfältig zu prüfen. Die Teilnahme erfolgt in eigener Verantwortung. Bei Zweifeln über die Teilnahmeberechtigung wird eine Rücksprache mit der Architektenkammer empfohlen.

 

5   Kriterien zur Auswahl der Teilnehmenden (Bewerbungsverfahren)

Die Gesamtanzahl der Bewerbergemeinschaften ist auf 12 einschließlich 3 vorausgewählter Bewerbergemeinschaften begrenzt. Die Prüfung der Bewerbungen erfolgt durch das Wettbewerbsbüro anhand der eingereichten Unterlagen. Mehrfachbewerbungen jeglicher Art sind nicht zum Auswahlverfahren zugelassen. Abweichungen von den formalen Anforderungen der Bewerbung führen zum Ausschluss vom Auswahlverfahren. Über den geforderten Teilnahmeantrag hinaus eingereichte Unterlagen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt, ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht.

Erfüllen mehr als 9 Bewerbungen die Zugangskriterien, ermittelt die Ausloberin durch Losentscheid unter notarieller Aufsicht die Teilnehmenden am Wettbewerb und wählt 6 weitere Bewerbergemeinschaften als potenzielle Nachrückende aus. Nach Aufforderung zur Teilnahme dürfen Bewerbergemeinschaften nachträglich nicht verändert oder neu gebildet werden.

Ein Bewerbungsformular ist unter dem Link https://dsk-gmbh.de/wettbewerbe/bramsche/ ab dem Tag der Veröffentlichung zum Download zur Verfügung gestellt. Für die Teilnahme sind Bewerbungsunterlagen auszufüllen und die darin geforderten Angaben und Anlagen mit abzugeben. Folgende Eignungskriterien sind für die Zulassung zum RPW Wettbewerbsverfahren von den Bewerber:innen nachzuweisen:

A.3.4 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Ingenieur:in

A.3.4.1) durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur:in:

  • natürliche Personen, die das Studium der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder eines vergleichbaren Studiengangs erfolgreich abgeschlossen haben und die am Tage der Veröffentlichung als Entwurfsverfasser:in in die Liste einer Ingenieurkammer in Deutschland eingetragen sind,
  • oder als Entwurfsverfasser:in in einer Ingenieurkammer in vom EWR-Abkommen erfassten Gebiet eingetragen sind,
  • oder in dem Falle, dass eine Ingenieurkammer in dem betreffenden Land nicht existiert, ein Diplom vorlegen, das in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworben wurde und das in dem betroffenen Hoheitsgebiet für die Führung einer der deutschen Berufsbezeichnung „Ingenieur/Ingenieurin“ entsprechenden Berufsbezeichnung allein oder in einer Wortverbindung erforderlich ist. Ein Diplom in diesem Sinne liegt vor, soweit darin mindestens das Qualifikationsniveau nach Titel III Kapitel I Artikel 11 Buchstabe d der Richtlinie 2005/36/EG nachgewiesen ist. Gleichgestellt sind Ausbildungsnachweise, die in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt oder anerkannt worden sind.

Nachweis durch Einreichung einer Bestätigung der Eintragung in die Liste der Entwurfsverfasser:innen der Ingenieurkammer.

A.3.4.2) durch einen aktuell gültigen Nachweis eines „Präqualifikationsverfahrens PQ-Bahn – Planung baulicher Anlagen – Ingenieurbauwerke (Personenunter- / -überführung)“ gemäß § 48 Sektorenverordnung (SektVO). Informationen zur Präqualifizierung können unter folgender Seite abgerufen werden: https://www.deutschebahn.com/resource/blob/1173002/bb1987085eb5d2f6feda8a4ee7521e09/Allg-und-spez-Verfahrensregeln-PQ-data.pdf 

A.3.4.3) durch Nachweis einer und im eigenen Büro erstellten Objektplanung eines konstruktiven Ingenieurbauwerkes für Verkehrsanlagen gem. Anlage 12, Gruppe 6 HOAI 2021 (mind. Leistungsphasen 2-5 nach § 43 HOAI) von 1 Bauvorhaben der Honorarzone III oder höher mit einem Baukostenvolumen von mindestens 2,5 Mio. € netto, letzte erbrachte Leistungsphase abgeschlossen nach dem 01.01.2017, mit Angabe des jeweiligen Auftraggebers. Nachweis in Form von einem Referenzblatt gemäß Bewerbungsformular S. 16 (Hinweis: als nachgewiesen gilt eine Referenz, wenn die Leistungsphase 5 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Wettbewerbsverfahrens abgeschlossen wurde).

A.3.5 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Architekt:in

A.3.5.1) durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt:in.

A.3.5.2) Nachweis einer verantwortlichen Objektplanung Architektur (mind. Leistungsphasen 2-5 nach § 34 HOAI) von 1 Bauvorhaben der Honorarzone III oder höher mit einem Baukostenvolumen von mindestens 2,0 Mio. € netto (in den Kostengruppen 300 und 400), letzte erbrachte Leistungsphase abgeschlossen nach dem 01.01.2017, mit Angabe des jeweiligen Auftraggebers. Nachweis in Form von einem Referenzblatt gemäß Bewerbungsformular S. 17 (Hinweis: als nachgewiesen gilt eine Referenz, wenn die Leistungsphase 5 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Wettbewerbsverfahrens abgeschlossen wurde)

A.3.6 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Landschaftsarchitekt:in

A.3.6.1) durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt:in.

A.3.6.2) Nachweis einer verantwortlichen Objektplanung Freianlagen oder Verkehrsanlagen (mind. Leistungsphasen 2, 3 und 5 nach § 47 HOAI) von 1 Bauvorhaben der Honorarzone III oder höher mit einem Baukostenvolumen von mindestens 0,5 Mio. € netto (in der Kostengruppe 500), letzte erbrachte Leistungsphase abgeschlossen nach dem 01.01.2017, mit Angabe des jeweiligen Auftraggebers. Nachweis in Form von einem Referenzblatt gemäß Bewerbungsformular S. 18 (Hinweis: als nachgewiesen gilt eine Referenz, wenn die Leistungsphase 5 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Wettbewerbsverfahrens abgeschlossen wurde).

A.3.7 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Ingenieur:in

Gefordert wird eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 3,0 Mio. EUR für Personenschäden sowie 3,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden. Zur Teilnahme am Wettbewerb genügt zunächst der Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung auch mit niedrigeren Deckungssummen. Zusätzlich ist eine Eigenerklärung abzugeben, dass im Falle einer Beauftragung die Anforderung gemäß A.3.10 (Berufshaftpflicht bei Beauftragung) erfüllt werden.

A.3.8 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Architekt:in

Gefordert wird eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 2,0 Mio. EUR für Personenschäden sowie 2,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden. Zur Teilnahme am Wettbewerb genügt zunächst der Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung auch mit niedrigeren Deckungssummen. Zusätzlich ist eine Eigenerklärung abzugeben, dass im Falle einer Beauftragung die Anforderung gemäß A.3.10 (Berufshaftpflicht bei Beauftragung) erfüllt werden.

A.3.9 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Landschaftsarchitekt:in

Gefordert wird eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 1,5 Mio. EUR für Personenschäden sowie 500.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden. Zur Teilnahme am Wettbewerb genügt zunächst der Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung auch mit niedrigeren Deckungssummen. Zusätzlich ist eine Eigenerklärung abzugeben, dass im Falle einer Beauftragung die Anforderung gemäß A.3.10 (Berufshaftpflicht bei Beauftragung) erfüllt werden.

A.3.10    Berufshaftpflicht bei Beauftragung

Im Falle einer Beauftragung ist eine Projekthaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 3,0 Mio. EUR für Personenschäden sowie 3,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden abzuschließen. Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das Zweifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen.

Das ausgefüllte Bewerbungsformular und die erforderlichen Nachweise sind per E-Mail bis zum 22.07.2022 (E-Mail Eingang) an folgende Adresse zu senden:

bramsche@dsk-gmbh.de.

Eine gesonderte Unterschrift sowie eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur sind für den Teilnahmeantrag nicht erforderlich. Die Textform ist ausreichend.

Formale Kriterien zur Zulassung des Teilnahmeantrags:

  • fristgerechter Eingang des Teilnahmeantrags
  • Vollständigkeit des Teilnahmeantrags

Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche, in Papierform eingereichte oder formlose Anträge werden nicht berücksichtigt.

 

6   Gesetzte Bewerbergemeinschaften

Folgende teilnehmende Bewerbergemeinschaften wurden vorausgewählt und zum Verfahren eingeladen:

  • Ney&Partners BXL, Brüssel mit Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH, Enger und urbanegestalt, Köln
  • Tilebein beratende Ingenieure, Osnabrück mit Arikon Digitale Baukunst GmbH, Berlin und Wiebold Landschaftsarchitektur, Osnabrück
  • Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf mit SOP-architekten GmbH- slapa oberholz pszczulny, Düsseldorf und Smeets Landschaftsarchitekten Planungsgesellschaft mbH, Erftstadt

Die genannten 3 teilnehmenden Bewerbergemeinschaften erfüllen die o. g. Teilnahmevoraussetzungen und haben ihre Teilnahme bestätigt.

 

7      Preisgericht

Die Wettbewerbsarbeiten werden durch ein Preisgericht beurteilt, das sich wie folgt zusammensetzt:

Fachpreisrichter:innen (stimmberechtigt):

Die Wettbewerbsarbeiten werden durch ein Preisgericht beurteilt, das sich wie folgt zusammensetzt:

STIMMBERECHTIGTE PREISRICHTER:INNEN:

Sachpreisrichter:innen

    1. Herr Bürgermeister Heiner Pahlmann, Stadt Bramsche
    2. Herr Christian Müller, Baudirektor, Stadt Bramsche
    3. Herr Ralf Bergander, Ausschussvorsitzender für Stadtentwicklung und Umwelt, Stadt Bramsche
    4. Frau Silke Kuhlmann, CDU Fraktion, stellv. Ausschussvorsitzende, Stadt Bramsche
    5. Frau Anette Staas-Niemeyer, FDP Fraktionsvorsitzende, Stadt Bramsche
    6. Herr Andreas Quebbeman, CDU Fraktionsvorsitzender, Stadt Bramsche
    7. Herr Dieter Sieksmeyer, Bündnis 90/Die Grünen Fraktionsvorsitzender, Stadt Bramsche

Fachpreisrichter:innen

  1. Herr Prof. Dr.-Ing. Volker Droste, Architekt, Oldenburg
  2. Herr Prof. Dipl.-Ing. Klaus Trojan, Architekt und Stadtplaner, Darmstadt
  3. Herr Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Arendt, Architekt, Oldenburg
  4. Frau Dipl.-Ing. Beate Burhoff, Architektin, Münster
  5. Herr Prof. Dipl.-Ing. Reinhard Bartolles, Architekt, Hagen im Bremischen
  6. Herr Prof. Dipl.-Ing. Alexander Furche, Bauingenieur, Hannover
  7. Herr Prof. Dipl.-Ing. Martin Speth, Bauingenieur, Hannover
  8. Herr Prof. Dipl.-Ing. Christoph Schonhoff, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, Hannover

STÄNDIG ANWESENDE, STELLVERTRETENDE PREISRICHTER:INNEN:

Sachpreisrichter:innen

  1. Frau Imke Märkl, Stellv. Bürgermeisterin (CDU) / CDU Fraktion
  2. Herr Winfried Müller, SPD Fraktion / Ortsbürgermeister Bramsche
  3. Herr Jürgen Kiesekamp, FDP Fraktion
  4. Herr Jens Kerntop, Bündnis 90/Die Grünen Fraktion

Fachpreisrichter:innen

  1. Frau Dipl.-Ing. Verena Trojan, Architektin, Darmstadt
  2. Herr Jens Bendfeldt, Landschaftsarchitekt, Kiel
  3. Herr Dr.-Ing. Joachim Göhlmann, Bauingenieur, Hannover
  4. Herr Dipl.-Ing. Hermann H. Weißenfels, Bauingenieur, Bramsche

SACHVERSTÄNDIGE:

  1. Herr Hartwig Witter, Leiter Produktionsmanagement DB AG
  2. Herr Wolfgang Tangemann, Abteilungsleiter Planung und Umwelt, Stadt Bramsche
  3. Frau Ines Liebsch, Fachbereich Stadtplanung, Stadt Bramsche
  4. Herr Bernd Caffier, BauBeCon Sanierungsträger GmbH, Osnabrück
  5. Frau Maren Graff, BauBeCon Sanierungsträger GmbH, Bremen
  6. Herr Dipl.-Ing. Matthias Kastilan, Beratender Ingenieur, Osnabrück

 

8   Preise und Anerkennung

Die Ausloberin stellt für Preise und Anerkennungen einen Gesamtbetrag in Höhe von 61.700,00 € netto zur Verfügung. Diese Wettbewerbssumme ist auf der Basis der §§ 40, 44 und 48 der HOAI 2021 in der Fassung vom 12.11.2020 ermittelt worden. Die Aufteilung ist wie folgt vorgesehen:

  • Preis 24.680,00 €
  • Preis 18.510,00 €
  • Preis 12.340,00 €
  • für Anerkennungen 6.170,00 €

Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss, eine andere Verteilung der Preis- und Anerkennungssumme vorzunehmen.

 

9   Weitere Bearbeitung der Aufgabe

Die Ausloberin beabsichtigt, soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert wird, unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts eine:n der Preisträger:innen, ggf. in Stufen wie folgt zu beauftragen:

  • Objektplanung (Ingenieurbauwerke) gem. § 43 i. V. m. Anlage 12 HOAI, in den Leistungsphasen 1 bis 5 sowie optional den Leistungsphasen 6 bis 9, jeweils ggf. in vom AG festzulegenden Stufen.
  • Fachplanung Tragwerksplanung gem. § 51 i. V. m. Anlage 14 HOAI in den Leistungsphasen 1 bis 4 sowie optional den Leistungsphasen 5 und 6, jeweils ggf. in vom AG festzulegenden Stufen.
  • Fachplanung Technische Ausrüstung gem. § 55 i. V. m. Anlage 15 HOAI, in den Leistungsphasen 1 bis 5 sowie optional den Leistungsphasen 6 bis 9, ggf. in vom AG festzulegenden Stufen.
  • Objektplanung Freianlagen gem. § 39 i. V. m. Anlage 11 HOAI und Verkehrsanlagen gem. § 47 i. V. m. Anlage 13 HOAI, in den Leistungsphasen 1 bis 5 sowie optional den Leistungsphasen 6 bis 9, jeweils ggf. in vom AG festzulegenden Stufen.
  • Optional: Örtliche Bauüberwachung Objektplanung Ingenieurbauwerke
  • Optional: Örtliche Bauüberwachung Ingenieurleistungen Verkehrsanlagen

Eine Zusammenarbeit von Ingenieuren und Architekten für die Objektplanung ist in allen Leistungsphasen zwingend erforderlich. Die Federführung liegt beim Ingenieur. Im Auftragsfall ist die Gesamtleistung als eine Vertragsleistung anzubieten (Arge oder Generalplaner mit Subunternehmen).

Voraussetzung ist, dass die Finanzierung des Bauvorhabens durch die Ausloberin gesichert ist. Vor einer Beauftragung mit diesem Leistungsumfang wird die Ausloberin ggf. eine oder mehrere Kostenberechnungen beauftragen, um sicherzustellen, dass die Wettbewerbsarbeit der Bewerbergemeinschaft, die mit den Planungsleistungen beauftragt werden soll, innerhalb des Kostenrahmens realisiert werden kann.

Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen der Bewerbergemeinschaft bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Werden nur Bauabschnitte ausgeführt, so erfolgt die Anrechnung in angemessenem Verhältnis nach den Parametern der HOAI 2021.

 

10   Zuschlagskriterien

Insgesamt handelt es sich um ein Vergabeverfahren, das im Rahmen der VgV stattfindet. Im Verhandlungsverfahren sind die Zuschlagskriterien und deren Wichtung wie folgt:

  • 50% Wettbewerbsergebnis
  • 30% Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals
  • 20% Angebotspreis

Im Verhandlungsverfahren mit den Preisträger:innen wird das Wettbewerbsergebnis als Zuschlagskriterium mit einer Gewichtung von 50% berücksichtigt. Dabei erhält der/die 1. Preisträger:in 5 Punkte, der/die 2. Preisträger:in 3 Punkte und der/die 3. Preisträger:in 2 Punkte. Vergibt das Preisgericht mit der hierfür vorgeschriebenen Mehrheit weitere Preise, so wird der 4. Platz mit 0,5 Punkt bewertet.

Die Ausloberin behält sich die Möglichkeit der Zuschlagserteilung auf das Erstangebot vor.

 

11   Terminübersicht

Tag der Absendung der EU-weiten Wettbewerbsbekanntmachung

21.06.2022
Preisgerichtsvorbesprechung04.07.2022
Einsendeschluss Bewerbungen22.07.2022
Ausgabe der Unterlagen23.08.2022
Kolloquium05.09.2022 (digital)
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten17.11.2022
Abgabe der Modelle15.12.2022
Preisgerichtssitzung12.01.2022
Ausstellunganschließend
Verhandlungsgesprächeanschließend

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