Samtgemeinde Zeven

Hochbaulicher Realisierungswettberb

“Kultur- und Bildungszentrum Klostergang, Zeven (KuBiZ) in der ehemaligen Grundschule Klostergang”

Kurzfassung
November 2020

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auftraggeber

Samtgemeinde Zeven in Zusammenarbeit mit der Stadt Zeven
Der Bürgermeister
Am Markt 4
27404 Zeven

Christoph Reuther
Stabstelle Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 04281 / 716 251
E-Mail: christoph.reuther@zeven.de

Wettbewerbsbetreuung

DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Anne Conway-Straße 1
28359 Bremen

Klaus von Ohlen
Telefon: 0421 / 897699 02
E-Mail: klaus.vonohlen@dsk-gmbh.de

Zita Schulze Brexel
Telefon: 0421 / 897699 04
E-Mail: zita.schulze-brexel@dsk-gmbh.de

1. Anlass und Aufgabenstellung

Die Samtgemeinde Zeven liegt im Herzen des Elbe-Weser- Dreiecks zwischen Hamburg und Bremen. Mit ihren Mitgliedsgemeinden bildet sie eine wirtschaftlich erfolgreiche Einheit, welche aufgrund der günstigen Lage an der A1 und dem ausgeprägten parkartigen Charakter der Landschaft einen hohen Wohn- und Freizeitwert hat.

In unmittelbarer Nähe zum Stadtkern von Zeven befindet sich das Areal der ehemaligen Grundschule Klostergang. Diese besteht aus einem historischen Backsteingebäude und einem später für niederländische Schüler angebauten Trakt.

Die Gebäude befinden sich in einem historisch wertvollen Umfeld und sind entsprechend denkmalpflegerisch zu betrachten. Direkt angrenzend an den Platzbereich vor der Schule befindet sich die St. Viti Kirche und das daran anschließende ehemalige Kloster, welches heute ein Museum beherbergt. Das denkmalgeschützte ehemalige Gefängnis, heute als Kindergarten genutzt, schließt den Vorplatz der ehemaligen Schule Richtung Norden ab.

Die Samtgemeinde Zeven hat im Februar 2019 beschlossen, die ehemalige Grundschule zum Kultur- und Bildungszentrum Klostergang, Zeven (KuBiZ) zu entwickeln. Neben einer Bibliothek und Räumlichkeiten für die Volkshochschule ist ein Bereich für Kultur, Museum und Archiv im Gebäudekomplex unterzubringen.

Ebenfalls ist der Außenbereich so zu gestalten, dass ein Umfeld mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht.

Die Bestandsgebäude sind unter Berücksichtigung des jeweiligen Bestandsschutzes (Einzeldenkmal / Ensembleschutz) energetisch zu sanieren. Unter Abwägung notwendiger baulicher Maßnahmen und dem Erhalt vorhandener Substanz und damit einem nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Ressourcen, soll im Rahmen des Wettbewerbs der beste und wirtschaftlichste Lösungsansatz zur Umnutzung und Ertüchtigung der historischen Gebäude

Für den Hochbau sind die netto Herstellungskosten (KG 300 und 400) mit 3,59 Mio. Euro veranschlagt. Für die Herstellung der Freianlagen ist der Kostenrahmen mit netto 575.000 Euro festgelegt.

2. Art des Verfahrens

Der Wettbewerb wird als nichtoffener, einstufiger Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2013 im Rahmen eines VgV-Verfahrens durchgeführt.

Die Auslobung hat der Architektenkammer Niedersachsen vorgelegen; diese hat die Übereinstimmung mit den Richtlinien bestätigt bzw. den Abweichungen zugestimmt und den Wettbewerb unter der Nummer 215-32-20/22 registriert.

3. Zulassungsbereich

Der Zulassungsbereich umfasst die Staaten des europäischen Wirtschaftraumes EWR sowie die Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA.

4. Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmeberechtigt sind Architekten.

Nachstehende Anforderungen an die Berufszulassung an natürliche bzw. juristische Personen sind von den Teilnehmern zu erfüllen:

  • natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt berechtigt sind und gemäß EG-Richtlinien in der Bundesrepublik Deutschland tätig werden können.
  • juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf einschlägige Planungsleistungen ausgerichtet ist und ein bevollmächtigter Vertreter und der Verfasser der Planungsleistungen, die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt.

Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein; es ist ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen. Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften sowie Mitarbeiter, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge.

Die Hinzuziehung weiterer Fachplaner ist gestattet. Die Hinzuziehung von Landschaftsarchitekten wird empfohlen. Die Fachplaner unterliegen nicht den v. g. Teilnahmebedingungen.

Jeder Teilnehmer hat seine Teilnahmeberechtigung sorgfältig zu prüfen. Seine Teilnahme erfolgt in eigener Verantwortung. Bei Zweifeln über die Teilnahmeberechtigung wird eine Rücksprache bei der Architektenkammer empfohlen.

5. Bewerberverfahren

Die Gesamtteilnehmeranzahl ist auf zehn einschl. drei vorausgewählter Teilnehmer begrenzt. Die Prüfung der Bewerbungen erfolgt durch das Wettbewerbsbüro anhand der eingereichten Unterlagen. Mehrfachbewerbungen jeglicher Art sind nicht zum Auswahlverfahren zugelassen. Abweichungen von den formalen Anforderungen der Bewerbung führen zum Ausschluss vom Auswahlverfahren. Über den geforderten Teilnahmeantrag hinaus eingereichte Unterlagen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt, ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht.

Erfüllen mehr als sieben Bewerbungen die Zugangskriterien, ermittelt die Ausloberin durch Losentscheid die Teilnehmenden am Wettbewerb und wählt sechs weitere Bewerber als potenzielle Nachrücker aus. Nach Aufforderung zur Teilnahme dürfen Bewerbergemeinschaften nachträglich nicht verändert oder neu gebildet werden.

Ein Bewerbungsformular ist unter dem Link https://dsk-gmbh.de/wettbewerbe/zeven/ ab dem Tag der Veröffentlichung zum Download zur Verfügung gestellt. Folgende Eignungskriterien sind für die Zulassung zum RPW Wettbewerbsverfahren von den Bewerbern nachzuweisen:

  1. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
  • durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt.
  • Nachweis von zwei Referenzprojekten zur Objektplanung Gebäude:

Referenz 1: Objektplanung Gebäude als Neubaumaßnahme, mind. Leistungsphasen 2-8 nach § 34 HOAI mit einem Baukostenvolumen von mindestens 2,0 Mio. € netto in den Kostengruppen 300 und 400. Für die Referenz 1 gilt, dass sie im Zeitraum ab 01.01.2014 bis zum Tag der Veröffentlichung realisiert sein muss. „Realisiert“ bedeutet hierbei, dass das Gebäude funktionsfähig und bis auf unerhebliche Restarbeiten an den Nutzer übergeben wurde.

Referenz 2: Objektplanung Gebäude, mind. Leistungsphasen 2-5 nach § 34 HOAI. Für die Referenz 2 gilt, dass die Leistungsphase 5 ab dem 01.01.2014 bis zum Tag der Veröffentlichung abgeschlossen sein muss. Hierbei muss es sich um eine Baumaßnahme als Sanierung im denkmalgeschützten Bestand handeln.

Nachweis in Form von Referenzblättern, max. Anzahl der Referenzblätter 2, max. Größe DIN-A3 und unter Angabe des jeweiligen Auftraggebers und Nennung/Bestätigung der jeweils beschriebenen Spezifikation.

Hinweis: Der Nachweis der Referenz ist erst nach dem Losverfahren von den so ausgewählten Bewerbern zu führen und hat nach Aufforderung durch den Wettbewerbsbetreuer in einer Frist von 10 Tagen zu erfolgen. Kann der Nachweis durch einen gelosten Bewerber nicht erbracht werden, so werden die Nachrücker in der durch die Auslosung festgelegten Reihenfolge nachnominiert. 

  1. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
  • nachzuweisen durch eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 3 Mio. EUR für Personenschäden sowie 3 Mio. EUR Sach- und Vermögensschäden oder Eigenerklärung, im Falle einer Beauftragung eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Der Teilnahmeantrag besteht aus dem Bewerbungsformular und den Nachweisen. Das Bewerbungsformular ist auf den eigenen Rechner herunterzuladen, dort lokal auszufüllen und zu speichern (Hinweis: Aktivierung des Kontrollkästchens durch Doppel-Links-Klick). Das ausgefüllte Bewerbungsformular und die erforderlichen Nachweise sind per E-Mail bis zum 17.12.2020 (E-Mail Eingang) an folgende Adresse zu senden:

zeven@dsk-gmbh.de

Eine gesonderte Unterschrift sowie eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur sind für den Teilnahmeantrag nicht erforderlich. Die Textform ist ausreichend.

Formale Kriterien zur Zulassung des Teilnahmeantrags:

  • fristgerechter Eingang des Teilnahmeantrags
  • Vollständigkeit des Teilnahmeantrags

Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche, in Papierform eingereichte oder formlose Anträge werden nicht berücksichtigt.

6. Gesetzte Teilnehmer

Folgende Teilnehmer wurden vorausgewählt und zum Verfahren eingeladen:

  • akyol kamps architekten bda GmbH, Hamburg
  • andreas schneider architekten, Bremen
  • Knerer und Lang Architekten GmbH, Dresden

Die v. g. 3 Teilnehmer erfüllen die o. g. Teilnahmevoraussetzungen und haben ihre Teilnahme bestätigt.

7. Preisgericht

Die Wettbewerbsarbeiten werden durch ein Preisgericht beurteilt, das sich wie folgt zusammensetzt:

Fachpreisrichter (stimmberechtigt):

  • Herr Prof. Dr.-Ing. Volker Droste, Architekt, Oldenburg
  • Herr Prof. Jürgen Ahrendt, Architekt, Wilhelmshaven
  • Herr Prof. Ingo Lütkemeyer, Architekt, Bremen
  • Frau Beate Burhoff, Architektin, Münster
  • Herr Marc Matzken, Architekt, Münster

Sachpreisrichter (stimmberechtigt):

  • Herr Norbert Wolf, Bürgermeister Stadt Zeven
  • Frau Prisca Vogt, Leitung Bibliothek Zeven
  • Herr Henning Fricke, Samtgemeindebürgermeister Zeven
  • Herr Christoph Reuther, Wirtschaftsförderung-Öffentlichkeitsarbeit, Samtgemeinde Zeven

Stellvertretender Fachpreisrichter:

  • Herr Eike Harant, Architekt, Hamburg

Stellvertretender Sachpreisrichter:

  • Herr Frank Braasch, Fraktionsvertreter CDU
  • Herr Michael Solty, Fraktionsvertreter SPD
  • Herr Ragnar Kaesche, Fraktionsvertreter GRÜNE
  • Herr Hans-Günther Krauskopf, Fraktionsvertreter Gruppe WFB/FDP
  • Frau Luise Del Testa, Leitung Bereich Kultur / Archiv
  • Frau Andrea Stephan, Leitung VHS
  • Herr Kai Schulz, Fachbereichsleiter Verwaltungsservice
  • Herr Kai Michaelsen, Fachbereichsleiter Finanzen
  • Herr Michael Körner, Leitung Stabsstelle Grundstücks- und Gebäudemanagement
  • Herr Rainer Adam, Stabsstelle Grundstücks- und Gebäudemanagement
  • Herr Christoph Schiemann, Fachbereich Bau, Planung und Umwelt
  • Frau Ariane Baumgarten, Fachbereich Bau, Planung und Umwelt
  • Frau Katrin Rothmeier-Samuelsen, Wirtschaftsförderung

Sachverständige:

  • Frau Verena Lorenz, BauBeCon Sanierungsträger GmbH
8. Preise und Anerkennungen

Die Ausloberin stellt für Preise und Anerkennungen einen Gesamtbetrag in Höhe von 33.000 Euro netto zur Verfügung. Diese Wettbewerbssumme ist auf der Basis des §§ 35 und 40 der HOAI 2013 ermittelt worden. Die Aufteilung ist wie folgt vorgesehen:

  1. Preis 13.200,00 Euro
  2. Preis 9.900,00 Euro
  3. Preis 6.600,00 Euro

für Anerkennungen              3.300,00 Euro

Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss, eine andere Verteilung der Preis- und Anerkennungssumme vorzunehmen.

9. Weitere Bearbeitung der Aufgabe

Die Ausloberin beabsichtigt, soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert wird, unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts einen oder mehrere Preisträger, ggf. in Stufen, mindestens mit den Leistungsphasen 2-5 und optional und ggf. in Stufen mit den Leistungsphasen 6 bis 9 nach §§ 34 und 39 HOAI 2013 zu beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht und der Preisträger eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistungen gewährleistet.

Voraussetzung ist, dass die Finanzierung des Bauvorhabens durch die Ausloberin gesichert ist. Vor einer Beauftragung mit diesem Leistungsumfang wird die Ausloberin eine oder mehrere Kostenberechnung/en beauftragen, um sicherzustellen, dass die Wettbewerbsarbeit des Teilnehmers, der mit den Planungsleistungen beauftragt werden soll, innerhalb des Kostenrahmens realisiert werden kann.

Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Werden nur Bauabschnitte ausgeführt, so erfolgt die Anrechnung in angemessenem Verhältnis.

10. Zuschlagskriterien

Insgesamt handelt es sich um ein Vergabeverfahren, das im Rahmen der VgV stattfindet. Im Verhandlungsverfahren sind die Zuschlagskriterien und deren Wichtung wie folgt:

  • 50% Wettbewerbsergebnis
  • 20% Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals
  • 30% Angebotspreis

Im Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern wird das Wettbewerbsergebnis als Zuschlagskriterium mit einer Gewichtung von 50% berücksichtigt. Dabei erhält der 1. Preisträger 5 Punkte, der 2. Preisträger 3 Punkte und der 3. Preisträger 2 Punkte. Vergibt das Preisgericht mit der hierfür vorgeschriebenen Mehrheit weitere Preise, so wird der 4. Preisträger mit 0,5 Punkt bewertet.

11. Terminübersicht
Absendung der EU-weiten Wettbewerbsbekanntmachung 16.11.2020
Einsendeschluss Bewerbung17.12.2020
Ausgabe der Unterlagen09.02.2021
Kolloquium 23.02.2021
Abgabe Wettbewerbsarbeit 14.05.2021
Preisgerichtssitzung29.06.2021
Ausstellung (voraussichtlich) Juli 2021

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