Stadt Bad Salzuflen

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb
„Bahnhofsvorplatz Schötmar“

 

Information zum Wettbewerb
Oktober 2021

 

Auftraggeber
Stadt Bad Salzuflen
Bürgermeister Dirk Tolkemit
Rudolph-Brandes-Allee 19
32105 Bad Salzuflen

Ansprechpartner
Andreas Schneider
Telefon: +49 5222 952 237
E-Mail: a.schneider@bad-salzuflen.de 

Wettbewerbsbetreuung
DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH

Büro Bremen                                                                                             
Am Tabakquartier 60   
28197 Bremen  
Klaus von Ohlen    
Telefon: +49 421 897699 02   
E-Mail: klaus.vonohlen@dsk-gmbh.de 

Büro Bielefeld
Mittelstraße 55
33602 Bielefeld
Carsten Lottner
Telefon: +49 521 584864 20
E-Mail: carsten.lottner@dsk-gmbh.de   

1   Anlass und Aufgabenstellung

Die Stadt Bad Salzuflen möchte im Zuge der Umsetzung des Förderprogramms „Vielfältiges Schötmar“ den Bahnhofvorplatz im Stadtteil Schötmar neugestalten. Der Bahnhof befindet sich im Zentrum von Schötmar und ist ungefähr zwei Gehminuten vom Innenstadtbereich entfernt.

Der vorgelagerte Bahnhofsvorplatz ist derzeit als überwiegend vom ruhenden Verkehr dominierte Fläche geprägt. Er besitzt eine geringe Aufenthaltsqualität, mit einer geringen Anzahl an Stadtmobiliar und einer uneinheitlichen Oberflächengestaltung. Am Bahnhof befinden sich Fahrradabstellanlagen, eine Ladestation für E-Autos sowie eine Fahrradreparaturstation.

Neben dem Bahnhofsvorplatz befindet sich der Uferbereich des Stadtflusses Bega im Wettbewerbsgebiet. Dieser ist topographisch niedriger gelegen und weitestgehend in einem natürlichen Zustand. Bauliche Eingriffe stellen eine Rampe zur Überwindung des Höhenunterschieds sowie ein kleiner Treppenlauf zur Bega dar. Die Bega schließt westlich an das Gebiet an und ist derzeit nur im geringen Maße in den Stadtraum integriert. Südlich des Wettbewerbsgebiet wird die Bega durch einen Kanuverleih genutzt.

Der Wettbewerb verfolgt zum einen das Ziel den Bahnhofsvorplatz gestalterisch aufzuwerten und somit die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums zu verbessern. Zum anderen soll die Flusslandschaft an der Bega erlebbar gemacht und in den Stadtraum integriert werden. Hierbei spielt sowohl der Zugang zum Wasser als auch die Steigerung der Aufenthaltsqualität eine zentrale Rolle. Insgesamt sollen die Planungen ebenfalls dazu beitragen den Fahrrad- und Fußverkehr zu stärken.

Zur Findung einer überzeugenden Planungsidee und eines kompetenten Planungsbüros lobt die Stadt Bad Salzuflen für das Planungsareal einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb aus.

Die Netto-Herstellungssumme für den Realisierungsbereich liegt bei rund 1,12 Mio. Euro.

2   Art des Verfahrens

Der Wettbewerb wird als nichtoffener freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2013 im Rahmen eines VgV-Verfahrens durchgeführt.

3   Zulassungsbereich

Der Zulassungsbereich umfasst die Staaten des europäischen Wirtschaftraumes EWR sowie die Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA.

4   Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmeberechtig sind Landschaftsarchitekt:innen.​

Nachstehende Anforderungen an die Berufszulassung an natürliche bzw. juristische Personen sind von den Teilnehmer:innen zu erfüllen:

  • natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt:in berechtigt sind und gemäß EG-Richtlinien in der Bundesrepublik Deutschland tätig werden können
  • juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf einschlägige Planungsleistungen ausgerichtet ist und ein/eine bevollmächtigte/r Vertreter:in und der/die Verfasser:in der Planungsleistungen, die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt.

Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein; es ist ein/eine bevollmächtigte/r Vertreter:in zu benennen. Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften sowie Mitarbeiter:innen, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge.

Die Hinzuziehung weiterer Fachplaner:innen ist gestattet. Diese Fachplaner:innen unterliegen nicht den v. g. Teilnahmebedingungen.

Alle Teilnehmer:innen haben ihre Teilnahmeberechtigung sorgfältig zu prüfen. Die Teilnahme erfolgt in eigener Verantwortung. Bei Zweifeln über die Teilnahmeberechtigung wird eine Rücksprache bei der Architektenkammer empfohlen.

5   Kriterien zur Auswahl der Teilnehmer (Bewerberverfahren)

Die Gesamtteilnehmeranzahl ist auf 12 einschl. 4 vorausgewählter Teilnehmer:innen begrenzt. Die Prüfung der Bewerbungen erfolgt durch die Wettbewerbsbetreuung anhand der eingereichten Unterlagen. Mehrfachbewerbungen jeglicher Art sind nicht zum Auswahlverfahren zugelassen. Abweichungen von den formalen Anforderungen der Bewerbung führen zum Ausschluss vom Auswahlverfahren. Über die geforderten Bewerbungsunterlagen hinaus eingereichte Unterlagen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt, ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht.

Erfüllen mehr als 8 Bewerbungen die Zugangskriterien, ermittelt die Ausloberin durch Losentscheid die Teilnehmenden am Wettbewerb sowie 4 weitere Bewerber:innen als potentielle Nachrücker aus. Nach Aufforderung zur Teilnahme dürfen Bewerbergemeinschaften nachträglich nicht verändert oder neu gebildet werden.

Ein Bewerbungsformular ist unter folgendem Link ab dem Tag der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt: https://dsk-gmbh.de/wettbewerbe/schoetmar/

Folgende Eignungskriterien sind für die Zulassung zum RPW Wettbewerbsverfahren von den Bewerber:innen nachzuweisen:

  1. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit,
  • durch Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt:in (durch Kopie der letzten Beitragsrechnung oder eine Bescheinigung der jeweiligen Architektenkammer, die nicht älter als 1 Jahr ist).
  • Referenznachweis
    Nachweis der Objektplanung Freianlagen im eigenen Büro, mind. Leistungsphasen 2-5 nach § 39 HOAI von 1 Bauvorhaben der Honorarzone III oder höher mit einem Baukostenvolumen von mindestens 800.000 € netto (in der Kostengruppe 500), innerhalb der letzten 5 Jahre, mit Angabe des jeweiligen Auftraggebers.

Nachweis in Form eines Referenzblattes, max. Größe DIN-A3. (Hinweis: als nachgewiesen gilt eine Referenz, wenn die Leistungsphase 5 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Wettbewerbsverfahrens abgeschlossen ist.)

Hinweis: Der Nachweis der Referenz ist nur von den gelosten Bewerber:innen zu führen und hat nach Aufforderung durch den Wettbewerbsbetreuer in einer Frist von 10 Tagen zu erfolgen. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, so werden die Nachrücker in der durch die Auslosung festgelegten Reihenfolge nachnominiert.

Die gesetzten Teilnehmer:innen erfüllen die o.g. Teilnahmevoraussetzungen und haben den Nachweis der Eignungskriterien geführt.

  1. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit,
  • nachzuweisen durch eine Berufshaftpflichtversicherung.

Gefordert wird im Auftragsfall eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 1,5 Mio. EUR für Personenschäden sowie 500.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden. Zur Teilnahme am Wettbewerb genügt zunächst der aktuelle Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung (auch mit niedrigeren Deckungssummen) mit zusätzlicher Eigenerklärung, diese im Falle einer Beauftragung auf die geforderten Mindestdeckungssummen zu erhöhen. Preisträger:innen, die nicht bereits über eine Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten Mindestdeckungssummen verfügen, müssen im Verhandlungsverfahren zum Nachweis ihrer Eignung für die Auftragserteilung außerdem die Bestätigung eines Haftpflichtversicherers vorlegen, dass im Auftragsfall eine Haftpflichtversicherung mit den geforderten Mindestdeckungssummen abgeschlossen werden kann.

Der Teilnahmeantrag besteht aus dem Bewerbungsformular und den Nachweisen. Das Bewerbungsformular ist auf den eigenen Rechner herunterzuladen, dort lokal auszufüllen und zu speichern. Das ausgefüllte Bewerbungsformular und die erforderlichen Nachweise sind per E-Mail bis zum 22.11.2021 (E-Mail Eingang) an folgende Adresse zu senden:

schoetmar@dsk-gmbh.de

Eine gesonderte Unterschrift sowie eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur sind für den Teilnahmeantrag nicht erforderlich. Die Textform ist ausreichend.

Formale Kriterien zur Zulassung des Teilnahmeantrags:

  • fristgerechter Eingang des Teilnahmeantrags
  • Vollständigkeit des Teilnahmeantrags

Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche, in Papierform eingereichte oder formlose Anträge werden nicht berücksichtigt.

Folgende Teilnehmer wurden vorausgewählt und zum Verfahren eingeladen:

  • Nagel Landschaftsarchitekten & Ingenieure, Bad Oyenhausen
  • RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Köln
  • lad+ Landschaftsarchitektur diekmann, Hannover
  • Freiraumplanung Wolf, Rietberg

Die v. g. Teilnehmer:innen erfüllen die o.g. Teilnahmevoraussetzungen und haben den Nachweis der Eignungskriterien geführt.

6   Preisgericht und Vorprüfung

Die Wettbewerbsarbeiten werden durch ein Preisgericht beurteilt, das sich wie folgt zusammensetzt:

Fachpreisrichter:innen (stimmberechtigt):

  • Herr Prof. Dr. Stefan Bochnig, Landschaftsarchitekt
  • Frau Prof. Kathrin Volk, Landschaftsarchitektin
  • Herr Prof. Rainer Sachse, Landschaftsarchitekt
  • Frau Prof. Dr. Constanze Petrow, Landschaftsarchitektin
  • Herr Bernd Zimmermann, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner

Stellvertretende Fachpreisrichter:innen (stimmberechtigt):

  • Herr Niels Blatt, Landschaftsarchitekt
  • Frau Christine Frenz-Roemer, Landschaftsarchitektin

Sachpreisrichter:innen (stimmberechtigt):

  • Herr Dr. Johann Malcher, Vorsitzender Ortsausschuss Schötmar
  • Vertreter:in Politik
  • Vertreter:in Politik
  • Vertreter:in Politik

Stellvertretende Sachpreisrichter:innen:

  • Frau Ulrike Niebuhr, Stadtplanerin
  • Vertreter:in Politik
  • Vertreter:in Politik
  • Vertreter:in Politik
  • Vertreter:in Politik

7   Preise und Anerkennungen

Die Ausloberin stellt für Preise und Anerkennungen einen Gesamtbetrag in Höhe von € 20.000,00 netto zur Verfügung. Diese Wettbewerbssumme ist auf der Basis der §§ 40 und 48 der HOAI 2021 ermittelt worden. Die Aufteilung ist wie folgt vorgesehen:

1. Preis8.000 Euro
2. Preis6.000 Euro
3. Preis4.000 Euro
für Anerkennungen2.000 Euro

Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss, eine andere Verteilung der Preis- und Anerkennungssumme vorzunehmen.

8   Weitere Bearbeitung der Aufgabe

Die Ausloberin beabsichtigt, soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert wird, unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts einen/eine der Preisträger:innen, ggf. in Stufen, mindestens mit den Leistungsphasen 2-5 und optional und ggf. in Stufen mit den Leistungsphasen 6 bis 9 nach § 39 HOAI 2021 zu beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht und der/die Preisträger:in eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistungen gewährleistet.

Voraussetzung ist, dass die Finanzierung des Bauvorhabens durch die Ausloberin gesichert ist. Vor einer Beauftragung mit diesem Leistungsumfang wird die Ausloberin eine oder mehrere Kostenberechnungen beauftragen, um sicherzustellen, dass die Wettbewerbsarbeit des Teilnehmenden, der mit den Planungsleistungen beauftragt werden soll, innerhalb des Kostenrahmens realisiert werden kann.

Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen der Wettbewerbsteilnehmer:innen bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Werden nur Bauabschnitte ausgeführt, so erfolgt die Anrechnung in angemessenem Verhältnis.

9   Zuschlagskriterien

Insgesamt handelt es sich um ein Vergabeverfahren, das im Rahmen der VgV stattfindet. Im Verhandlungsverfahren sind die Zuschlagskriterien und deren Wichtung wie folgt:

  • 50 % Wettbewerbsergebnis
  • 20 % Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals
  • 30 % Angebotspreis

Im Verhandlungsverfahren mit den Preisträger:innen wird das Wettbewerbsergebnis als Zuschlagskriterium mit einer Gewichtung von 50% berücksichtigt. Dabei erhält der/die 1. Preisträger:in 5 Punkte, der/die 2. Preisträger:in 3 Punkte und der/die 3. Preisträger:in 2 Punkte. Vergibt das Preisgericht mit der hierfür vorgeschriebenen Mehrheit weitere Preise, so wird der/die 4. Preisträger:in mit 0,5 Punkt bewertet.

Der Auftraggeber behält sich die Möglichkeit der Zuschlagserteilung auf das Erstangebot vor.

 

10  Terminübersicht

Absendung der EU-weiten Wettbewerbsbekanntmachung 22.10.2021
Einsendeschluss Bewerbung 22.11.2021
Ausgabe der Unterlagen 14.01.2022
Kolloquium 01.02.2022
Abgabe Wettbewerbsarbeit 01.04.2022
Preisgerichtssitzung 05.05.2022
Ausstellung anschließend
Verhandlungsgespräche anschließend

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