Referenz
Taucha (Sachsen)
Mit dem Bebauungsplan Nr. 66 „Waldblick“ der Stadt Taucha sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Wohngebietes geschaffen werden. Das Plangebiet hat eine Fläche von 10,7 ha auf der etwa 300 Wohneinheiten entstehen sollen.
Taucha ist im Regionalplan Leipzig-Westsachsen als Grundzentrum festgelegt. Zentrale Orte sind für ihren jeweiligen räumlichen Verflechtungsbereich als Wohn- und Bildungsstandorte sowie als Wirtschafts-/Versorgungszentren zu sichern und zu stärken. Insofern ist die Stadt als Standort für die bedarfsgerechte Ansiedlung von überörtlichem Wohnungsbau grundsätzlich geeignet. Neue Baugebiete sind grundsätzlich bedarfsgerecht festzusetzen. Der Wohnflächenbedarfsnachweis soll nachweisen, dass, vor dem Hintergrund bereits vorhandener Potentiale (z.B. Brachen, Leerstände oder bestehenden Bebauungsgebieten), die konkreten Wohnflächenbedarfe in Taucha vorhanden sind und die Neuausweisung von Bauland erforderlich ist
Um dies zu erreichen wurden alle wohnungsmarktrelevanten Bereiche in Taucha analysiert und zueinander in Beziehung gesetzt. Dazu gehörten die Themen demographische Entwicklung/Bevölkerungsprognose, qualitative Nachfrage, aktueller Wohnraumbestand, Ersatzbedarfe, Fluktuationsreserve sowie Haushaltsgrößen und Haushaltstypen. So konnten die konkreten Wohnraumbedarfe der Stadt für die kommenden Jahre berechnet werden. Anhand bestehender Planungen sowie der Bewertung von Reserven in den Bereichen Wohnungsleerstand und Brachen wurden die rechnerischen Wohnraumpotentiale ermittelt.
Auf dieser Basis entsteht die rechnerische Gesamtbewertung sowie der konkrete Nachweis, dass die Ausweisung des B-Plan-Gebietes die qualitative und quantitative Wohnraumnachfrage bedient.
Aufgaben der DSK
- Auswertung demographische Situation und Bevölkerungsprognose
- Bewertung qualitative Nachfragesituation
- Darstellung der Faktoren des Wohnraumbedarfs
- Aktueller Wohnraumbestand
- Ersatzbedarfe und Fluktuationsreserve
- Haushaltsgrößen und Haushaltstypen
- Prüfung bestehender Flächenpotentiale
- Auswertung bestehender Planungen
- Bewertung der Möglichkeiten im Bereich Brachen und Wohnungsleerstände
- Rechnerische Bewertung der Wohnraumnachfrage
- Nachweis der Wohnflächenbedarfe