17. Februar 2026

EU-Klimabeirat setzt auf Stadtentwicklungsansätze bei Klimafolgenanpassung

Der EU-Klimabeirat warnt, dass Extremwetterrisiken in Städten schneller zunehmen als politische Gegenmaßnahmen und fordert eine koordinierte Klimaanpassung, da sonst Infrastruktur, Gesundheit und Wirtschaftskraft urbaner Räume stark gefährdet sind.

Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Städte in Europa künftig geplant und weiterentwickelt werden müssen. Der Wissenschaftliche Klimabeirat der EU drängt auf eine deutlich besser koordinierte Klimaanpassung und warnt, dass die Risiken durch Hitze, Dürren, Starkregen und Überschwemmungen schneller wachsen als die politischen Antworten darauf. Besonders urbane Räume stehen unter Druck: Verdichtete Bebauung, versiegelte Flächen und alternde Infrastrukturen verstärken vielerorts die Folgen der Erderwärmung. Ohne ein systematisches Vorgehen drohen massive Belastungen für städtische Infrastrukturen, die öffentliche Gesundheit und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ganzer Metropolregionen.

Zwar verfügt die EU über eine Anpassungsstrategie und verschiedene Instrumente zur Stärkung der Klimaresilienz. Doch aus Sicht der Wissenschaftler reicht das gerade mit Blick auf die Stadtentwicklung bislang nicht aus. Maßnahmen seien häufig fragmentiert, zwischen Mitgliedstaaten unzureichend abgestimmt und strategisch nicht klar priorisiert. Dabei sind Städte europaweit mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert: zunehmende Hitzebelastung in dicht bebauten Quartieren, überforderte Kanalisation bei Starkregen, Nutzungskonflikte um Wasser und Grünflächen. Klimarisiken machen nicht an nationalen Grenzen halt – entsprechend brauche es gemeinsame Standards, abgestimmte Leitlinien für klimaresiliente Planung und eine engere Verzahnung von Förderpolitik, Baurecht und Infrastrukturentwicklung.

Die Forschenden plädieren dafür, Klimaanpassung konsequent als Querschnittsaufgabe der Stadtentwicklung zu begreifen. Stadtplanung müsse Hitzevorsorge, Schwammstadt-Konzepte, grüne und blaue Infrastruktur sowie klimaangepasste Bauweisen systematisch integrieren. Wasserwirtschaft, Energieversorgung, Mobilität, Gesundheitsschutz und Wohnungsbau seien dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern als miteinander verbundene Elemente urbaner Resilienz. Es gehe nicht nur um akute Schadensbegrenzung nach Extremereignissen, sondern um vorausschauende Planung, robuste Infrastrukturen und eine langfristige Risikobewertung, die Klimaprojektionen frühzeitig berücksichtigt. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssten deutlich stärker in kommunale und europäische Planungsprozesse einfließen.

Je länger strukturelle Anpassungen in Städten hinausgezögert werden, desto höher fallen die Folgekosten aus – sei es durch Infrastrukturschäden, Gesundheitsbelastungen oder sinkende Standortattraktivität. Eine koordinierte europäische Strategie könne hier Synergien schaffen, Investitionen gezielter lenken und den Umbau von Städten hin zu klimaresilienten Lebensräumen beschleunigen. Klimaanpassung dürfe daher nicht länger als Ergänzung zum Klimaschutz verstanden werden, sondern müsse zu einem zentralen Leitprinzip der europäischen Stadtentwicklung werden.

Standorte

Das DSK-Büro Hannover

Mit 19 Mitarbeitenden am Standort Hannover betreuen wir seit über 30 Jahren 80 Sanierungsmaßnahmen in Niedersachsen. 

Unser Team vereint Spezialisten aus Stadtplanung, Geografie, Architektur, Umwelt und Mobilität, Quartiersmanagement und Immobilien – für maßgeschneiderte Lösungen, die funktionieren.

Historischer Stadtplatz mit großem Baum in der Mitte, umgeben von gepflegter Rasenfläche und niedriger Einfassung. Im Hintergrund stehen mehrgeschossige, reich verzierte Altbauten mit roten Ziegeldächern und weißen Fassadendetails, während Autos am Rand parken.

Leistungen

Unser Büro leitet Projekte der Stadt- und Quartierentwicklung und setzt städtebauliche Dienstleistungen am Standort Hannover engagiert um. Wir beraten Kommunen, Eigentümer und weitere Akteure der Stadtentwicklung im Rahmen der Städtebauförderung umfassend und praxisnah. Dabei steuern wir Fördermittel und Finanzen gezielt, um die Umsetzung Ihrer Vorhaben effizient zu unterstützen. Gleichzeitig führen wir Bürgerbeteiligungsprozesse durch, um die Bevölkerung aktiv in die Entwicklung und Gestaltung ihres Lebensraums einzubinden. So schaffen wir gemeinsam zukunftsfähige, lebendige Quartiere und Städte.

Projekte

Die Vorteile eines Sanierungsträgers zeigen sich insbesondere in seiner Rolle als moderierende, vernetzende und fachlich flexible Instanz innerhalb komplexer Stadtentwicklungsprozesse. Durch seine Moderation und Neutralität kann der Sanierungsträger zwischen verschiedenen Interessen vermitteln und lösungsorientierte Abstimmungen begleiten. Seine Vernetzung und der Wissenstransfer ermöglichen den kontinuierlichen Austausch bewährter Verfahren und innovativer Ansätze zwischen unterschiedlichen Projekten und Kommunen. Darüber hinaus profitiert die Arbeit von der Einbindung in überregionale Netzwerke, die den Zugang zu fachlichem Know-how und aktuellen Entwicklungen der Städtebauförderung sichern. Dank flexibler fachlicher Ressourcen kann der Sanierungsträger auf die individuellen Anforderungen jeder Kommune passgenau reagieren.

Diese Vorteile spiegeln sich in einer Vielzahl von Projekten der DSK in Hannover wider – unter anderem in den Programmen:

  • Peine-Südstadt
  • Garbsen Berenbostel-Kronsberg/Auf der Horst
  • Eldagsen Innenstadt,
  • Emmerthal Zentrum,
  • Gronau Südliche Leineinseln
  • Lauenau Ortsmitte
  • Emmerthal/Aerzen,
  • Eschershausen-Stadtoldendorf,
  • Friedland,
  • Hankensbüttel
  • Lachendorf,
  • Samtgemeinde Mittelweser
  • Nörten-Hardenberg Süd
  • Rethem Zentrum
  • Hardegsen „Vor dem Tore“
  • Rinteln Historische Ortslage
  • Elze Innenstadt
  • Soltau „Sanierung der Soltauer Kernstadt“
  • Moringen Kernstadt

Kontakt

Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da

Bild von Catharina Lippold

Catharina Lippold

Gebietsleitung

DSK-Büro Hannover, Schillerstraße 29/30, 30159 Hannover
Telefon +49 511 53098-0
E-Mail catharina.lippold@dsk-gmbh.de

Standorte

Das DSK-Büro Berlin

Mit 35 Mitarbeitenden zählt der Standort Berlin zu den größten Büros der DSK. Vom Standort auf der Fischerinsel werden die Länder Berlin und Brandenburg betreut.

Unser Team vereint Spezialisten aus Stadtplanung, Geografie, Architektur, Landschaftsarchitektur, Baumanagement, Umwelt und Mobilität – für maßgeschneiderte Lösungen, die funktionieren.

DSK Büro Berlin: Heller Besprechungsraum mit großem rechteckigen Konferenztisch, umlaufend grauen Polsterstühlen, einer großen Stadtkarte an der Wand, einem Fernseher auf einem Sideboard und Regalen mit Büchern und Getränken im Hintergrund.

Leistungen & Projekte

Der Fokus im Büro Berlin liegt auf der Steuerung komplexer städtebaulicher Großprojekte und hier im Spektrum von der Vorbereitung (Machbarkeitsstudien, Voruntersuchungen), über die Betreuung von städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen und Projektsteuerungsmaßnahmen bis zur baulichen Umsetzung von Einzelprojekten (Bauherrenvertreter des Landes Berlin).

  • Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“
  • Projektsteuerung Schumacher Quartier (Nachnutzung Flughafen Tegel)
  • Projektsteuerung Molkenmarkt
  • Freianlagen Humboldt-Forum
  • Abriss ehem. BND Gebäude an der Neumannsgasse
  • Flusstreppe 
  • Vorbereitende Untersuchung Blankenburger Süden
  • Projektsteuerung der Qualifizierung der Masterplanung Schönefeld Nord
  • Struktur- & Handlungskonzept für den Berliner Nordostraum

Kontakt

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Andreas Kniewel

Gebietsleiter / Mitglied der Geschäftsleitung

DSK-Büro Berlin/Brandenburg, Gertraudenstraße 20, 10178 Berlin
Telefon +49 30 3116974-0, E-Mail andreas.kniewel@dsk-gmbh.de

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