24. Februar 2026

Ausschuss der Regionen hält Stadtplanung für zentralen Baustein einer EU-Klimaanpassungsstrategie

Weil die Folgen des Klimawandels Europa bereits wirtschaftlich und gesellschaftlich massiv treffen, fordert der Europäische Ausschuss der Regionen ein verbindliches Anpassungsziel bis 2050.

Der Europäische Ausschuss der Regionen drängt auf einen grundlegenden Kurswechsel in der europäischen Klimapolitik: Anpassung an die Folgen der Erderwärmung soll zu einem verbindlichen, langfristig angelegten Kernprojekt der EU werden. Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird eine europäische Initiative für Klimaresilienz angekündigt – aus Sicht der Regionen muss sie legislativen Charakter haben, klare Zuständigkeiten schaffen und ein EU-weites Anpassungsziel für 2050 festschreiben. Die Dringlichkeit sei unübersehbar. Allein im Jahr 2023 forderte die Hitze in Europa zehntausende zusätzliche Todesopfer, während Extremwetterereignisse seit 1980 wirtschaftliche Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe verursachten. Der Klimawandel sei längst nicht mehr nur ein Umweltproblem, sondern ein makroökonomisches und fiskalisches Risiko.

Zentral ist für die Regionen ein kohärentes Governance-Modell über alle Ebenen hinweg. Nationale Energie- und Klimapläne, Anpassungsstrategien und langfristige Transformationspfade sollen besser verzahnt, Berichtspflichten gebündelt und klare Rechenschaftsmechanismen eingeführt werden. Lokale und regionale Gebietskörperschaften fordern eine verbindliche Einbindung in Planung und Umsetzung – von der frühen Gesetzgebungsphase bis zur Erfolgskontrolle. Lokale „grüne Deals“ könnten dabei als operative Brücke zwischen europäischer Strategie und konkreter Umsetzung vor Ort dienen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Daten und Wissenschaft. Klimaanpassung solle auf präzisen, lokal verfügbaren Informationen basieren – unterstützt durch Erdbeobachtung, digitale Zwillinge, KI-gestützte Prognosen und offene Datenplattformen. Die bislang zersplitterte Datenlandschaft müsse harmonisiert, Risikobewertungen europaweit vergleichbar gemacht und eng mit nationalen und regionalen Analysen verknüpft werden. Forschungseinrichtungen gelten als tragende Säule dieser Entwicklung; ihre Unabhängigkeit und ausreichende Ausstattung werden ausdrücklich eingefordert.

Finanziell sehen die Regionen erheblichen Nachholbedarf. Anpassung dürfe im künftigen EU-Haushalt nicht als bloße Querschnittsaufgabe verwässert werden. Stattdessen brauche es verlässliche, leicht zugängliche Mittel, resilienzorientierte Kriterien in allen Fonds sowie innovative Finanzierungsinstrumente – von Umlauffonds bis zu öffentlich-privaten Partnerschaften. Auch Versicherungsmodelle sollen stärker in ein präventives Risikomanagement eingebunden werden, um Anreize für widerstandsfähige Infrastruktur und intelligente Flächennutzung zu setzen.
Inhaltlich reicht das Spektrum der geforderten Maßnahmen von einer klimaresilienten Raum- und Stadtplanung über den Schutz kritischer Infrastrukturen bis hin zur Integration des Katastrophenmanagements in langfristige Anpassungsstrategien.
Konzepte wie die „Schwammstadt“, grüne Infrastruktur oder naturbasierte Lösungen sollen systematisch verankert werden, um Hochwasserrisiken zu mindern, Mikroklimata zu verbessern und Biodiversität zu fördern. Gleichzeitig wird eine Neuausrichtung der Mobilitätssysteme gefordert, mit stärkerer Verlagerung auf klimafeste und energieeffiziente Verkehrsträger.

Neben Technik und Planung betont die Stellungnahme die soziale Dimension. Klimaanpassung müsse gerecht gestaltet werden, mit besonderem Augenmerk auf Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und einkommensschwache Haushalte.
Energiearmut könne sich zur „Klimaarmut“ ausweiten; nationale Sozialpläne müssten diese Risiken antizipieren. Schließlich wird die Rolle von Bildung, Kommunikation und Bürgerbeteiligung hervorgehoben. Verwaltung, Fachkräfte und Zivilgesellschaft benötigen gezielte Schulungsangebote; eine europäische Akademie für Klimaanpassung wird ins Spiel gebracht.

Standorte

Das DSK-Büro Hannover

Mit 19 Mitarbeitenden am Standort Hannover betreuen wir seit über 30 Jahren 80 Sanierungsmaßnahmen in Niedersachsen. 

Unser Team vereint Spezialisten aus Stadtplanung, Geografie, Architektur, Umwelt und Mobilität, Quartiersmanagement und Immobilien – für maßgeschneiderte Lösungen, die funktionieren.

Historischer Stadtplatz mit großem Baum in der Mitte, umgeben von gepflegter Rasenfläche und niedriger Einfassung. Im Hintergrund stehen mehrgeschossige, reich verzierte Altbauten mit roten Ziegeldächern und weißen Fassadendetails, während Autos am Rand parken.

Leistungen

Unser Büro leitet Projekte der Stadt- und Quartierentwicklung und setzt städtebauliche Dienstleistungen am Standort Hannover engagiert um. Wir beraten Kommunen, Eigentümer und weitere Akteure der Stadtentwicklung im Rahmen der Städtebauförderung umfassend und praxisnah. Dabei steuern wir Fördermittel und Finanzen gezielt, um die Umsetzung Ihrer Vorhaben effizient zu unterstützen. Gleichzeitig führen wir Bürgerbeteiligungsprozesse durch, um die Bevölkerung aktiv in die Entwicklung und Gestaltung ihres Lebensraums einzubinden. So schaffen wir gemeinsam zukunftsfähige, lebendige Quartiere und Städte.

Projekte

Die Vorteile eines Sanierungsträgers zeigen sich insbesondere in seiner Rolle als moderierende, vernetzende und fachlich flexible Instanz innerhalb komplexer Stadtentwicklungsprozesse. Durch seine Moderation und Neutralität kann der Sanierungsträger zwischen verschiedenen Interessen vermitteln und lösungsorientierte Abstimmungen begleiten. Seine Vernetzung und der Wissenstransfer ermöglichen den kontinuierlichen Austausch bewährter Verfahren und innovativer Ansätze zwischen unterschiedlichen Projekten und Kommunen. Darüber hinaus profitiert die Arbeit von der Einbindung in überregionale Netzwerke, die den Zugang zu fachlichem Know-how und aktuellen Entwicklungen der Städtebauförderung sichern. Dank flexibler fachlicher Ressourcen kann der Sanierungsträger auf die individuellen Anforderungen jeder Kommune passgenau reagieren.

Diese Vorteile spiegeln sich in einer Vielzahl von Projekten der DSK in Hannover wider – unter anderem in den Programmen:

  • Peine-Südstadt
  • Garbsen Berenbostel-Kronsberg/Auf der Horst
  • Eldagsen Innenstadt,
  • Emmerthal Zentrum,
  • Gronau Südliche Leineinseln
  • Lauenau Ortsmitte
  • Emmerthal/Aerzen,
  • Eschershausen-Stadtoldendorf,
  • Friedland,
  • Hankensbüttel
  • Lachendorf,
  • Samtgemeinde Mittelweser
  • Nörten-Hardenberg Süd
  • Rethem Zentrum
  • Hardegsen „Vor dem Tore“
  • Rinteln Historische Ortslage
  • Elze Innenstadt
  • Soltau „Sanierung der Soltauer Kernstadt“
  • Moringen Kernstadt

Kontakt

Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da

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Catharina Lippold

Gebietsleitung

DSK-Büro Hannover, Schillerstraße 29/30, 30159 Hannover
Telefon +49 511 53098-0
E-Mail catharina.lippold@dsk-gmbh.de

Standorte

Das DSK-Büro Berlin

Mit 35 Mitarbeitenden zählt der Standort Berlin zu den größten Büros der DSK. Vom Standort auf der Fischerinsel werden die Länder Berlin und Brandenburg betreut.

Unser Team vereint Spezialisten aus Stadtplanung, Geografie, Architektur, Landschaftsarchitektur, Baumanagement, Umwelt und Mobilität – für maßgeschneiderte Lösungen, die funktionieren.

DSK Büro Berlin: Heller Besprechungsraum mit großem rechteckigen Konferenztisch, umlaufend grauen Polsterstühlen, einer großen Stadtkarte an der Wand, einem Fernseher auf einem Sideboard und Regalen mit Büchern und Getränken im Hintergrund.

Leistungen & Projekte

Der Fokus im Büro Berlin liegt auf der Steuerung komplexer städtebaulicher Großprojekte und hier im Spektrum von der Vorbereitung (Machbarkeitsstudien, Voruntersuchungen), über die Betreuung von städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen und Projektsteuerungsmaßnahmen bis zur baulichen Umsetzung von Einzelprojekten (Bauherrenvertreter des Landes Berlin).

  • Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“
  • Projektsteuerung Schumacher Quartier (Nachnutzung Flughafen Tegel)
  • Projektsteuerung Molkenmarkt
  • Freianlagen Humboldt-Forum
  • Abriss ehem. BND Gebäude an der Neumannsgasse
  • Flusstreppe 
  • Vorbereitende Untersuchung Blankenburger Süden
  • Projektsteuerung der Qualifizierung der Masterplanung Schönefeld Nord
  • Struktur- & Handlungskonzept für den Berliner Nordostraum

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Andreas Kniewel

Gebietsleiter / Mitglied der Geschäftsleitung

DSK-Büro Berlin/Brandenburg, Gertraudenstraße 20, 10178 Berlin
Telefon +49 30 3116974-0, E-Mail andreas.kniewel@dsk-gmbh.de

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